Bosatsu, Bodhisattva......

 

Der Sanskritausdruck für den japanischen Bosatsu ist Bodhisattva was so viel wie Erleuchtungswesen bedeutet. Ein Bosatsu hat den sogenannten Erleuchtungsgeist erlangt und ist bemüht andere Wesen auf seinem Dharmaweg, dem Weg Buddhas mitzunehmen bzw. anderen Wesen den rechten Pfad zu zeigen. Im Mahayana Buddhismus werden Bodhisattvas als nach höchster Erkenntnis strebende Wesen angesehen, die auf dem Wege der Tugendvollkommenheit die Buddhaschaft anstreben bzw. in sich selbst realisieren, um sie zum Heil aller lebenden Wesen einzusetzen. Kern der Bodhisattva Philosophie ist der Gedanke, nicht nur selbst und allein für sich Erleuchtung zu erlangen und damit in das Nirwana einzugehen, sondern stattdessen zuvor allen anderen Wesenheiten zu helfen, sich ebenfalls aus dem endlosen Kreislauf der Reinkarnationen (Samsara) zu befreien. Einen Bosatsu kann man wohl am besten mit einem "Heiligen" im Christentum vergleichen. Die Bodhisattwa-Statuen zeichnen sich durch folgende Art und Weise aus: Sie tragen viele Schmuckstücke, zum Beispiel Armbänder, Halsketten, und oft eine Krone auf ihrem Kopf. Sie frisieren sich ihre Haare hoch. Dies Zurschaustellung von Schmuck soll zum Ausdruck bringen, dass der Bodhisattwa immer noch mit der irdischen Welt verbunden ist.

 

 

 

Kannon Bosatsu auch Kanzeon Bosatsu genannt, gehört in Japan gemeinsam mit Jizo Bosatsu zu den am meist verehrten Bodhisattvas. Die buddhistische Ikonografie kennt 33 verschiedene ua. auch weibliche Erscheinungsformen. Es heißt das der Kannon seinen Körper in 33 Teile teilen kann um die Menschen zu retten und um ihnen zu helfen. Ausgehend von der Zahl 33 haben sich in Japan viele Pilgerrouten mit jeweils 33 Kannon Pilgerstätten gegründet.  Kannon Bosatsu gilt somit als einer der wichtigsten Erscheinungen im Buddhismus und stellt das Mitgefühl dar. In Japan eher als weibliche Gottheit verehrt findet man sie oft in Kombination mit anderen Gottheiten wie Amida Nyorai. Viele Tempel tragen den Namen von Kannon und in den meisten findet man sie auch wie zum Beispiel in dem wunderschönen Holztempel “ Sanjusangendo” in Kyoto. In diesem stehen 1001 Statuen in unglaublicher Atmosphäre und Mysthik nebeneinander.

Jizo Bosatsu ist der Schirmherr der Kinder, der Pilger und der Reisenden. Jizo, «Schutzherr der grossen Erde» Er sammelt alle Verdienste in sich an und verteilt sie unter verschiedenen Formen weiter. Er hat zwei unvergessliche Gelübde abgelegt : *Erst wenn alle Höllen leer sind, will ich ein Buddha werde. *Erst wenn alle Wesen die Erleuchtung erlangt haben, will ich ins Nirvana eingehen. Es heisst, dass Jizo im Nirvana weilte, als er in Shakyamunis Zeitalter beschloss, auf die Erde zurückzukehren, um bis zum künftigen Erscheinen des Buddha Maitreya alle Wesen durch die Finsternis hindurch zu führen. Er stellt den Befreiung Suchenden keine Bedingungen und beschliesst, all Jene zu retten, die auf den sechs Pfaden der Wiedergeburt irren und die möglicherweise nicht Reue tun oder Amithaba anflehen, die vielleicht gar über dessen Existenz im Unwissen sind. Ausserdem geht er unter den Wesen auf den Pfaden der Wiedergeburt, man findet ihn vor allem in den Höllen und insbesondere in Sai-no-kawara wo die kleinen Kinder leiden. Er nimmt sie bei den Händen, ist liebevoll wie ein alter Mönch und spricht und spielt mit ihnen. Er ist der Buddha, den man als «Buddha in der Hölle » bezeichnet. Deshalb wird er mit einem Pilgerstab, Shakujo dargestellt. Am Ende dieses Stabs hängen sechs Kupferringe, die beim Gehen klingen, um die Menschen aus ihren Träumen und Illusionen zu erwecken. Diese Ringe symbolisieren die sechs Welten der Irrwanderungen.

 

Miroku Bosatsu auch Maitreya lebte wirklich. Er stammte aus einer Familie, die zur höchsten Kaste gehörte. Er war ein Schüler des Shakjamuni und verstand sofort, was die Predigt Shakjamunis bedeutete. Shakjamuni war wegen seines Begriffsvermögens sehr begeistert und sagte vorher, dass Maitreya in der Zukunft ohne Frage zum Tathagata werde. Maitreya bewohnt den Himmel, der sich über Sumeru befindet, wo viele Götter wohnen. Maitreya hält diesen Göttern Predigten und wartet auf den Zeitpunkt, wo er auf diese Welt zurückommt und endlich zum Tathagata wird. Man sagt, dass der Zeitpunkt auf das 5,670,000,000-te Jahr fällt, nachdem Shakjamuni gestorben ist. Zu diesem Zeitpunkt steigt Maitreya zu uns, wird zu einem Tathagata und rettet die Menschen, die Shakjamuni nicht retten konnte. Maitreya wurde noch nicht zum Tathagata, also ist er noch Bodhisattva.

Aber Shakjamuni gab ihm das Versprechen, dass er zu einem werde. Deswegen gibt es zwei Typen Statuen Maitreyas. Ein Typ wird in der Form eines Tathagatas, der andere Typ wird in der Form eines Bodhisattwas errichtet. Meist sieht man ihn sitzend in Gedanken versunken wie er die Menschen retten könnte.

Monju Bosatsu ist als der Gott der Weisheit bekannt. Über seine Herkunft gibt es mehrere Ansichten. Manjushri wird als der weiseste und verständigste Bodhisattwa betrachtet. Seine Weisheit ist vollkommen, weil er alle Dinge objektiv beurteilen kann. Die Statuen von Monju Bosatsu haben kein ausschließliches Muster. Aber die meisten von ihnen sitzen auf einem lotosförmigen Untersatz, der auf dem Rücken eines Löwen liegt. Der Löwe stellt ein heiliges Tier dar, das das Böse mit seiner Gewalt unterwirft und die Menschheit aufklärt. Monju sitzt entweder im Schneidersitz oder mit einem Fuß nach unten. Er hat ein Schwert in seiner rechten Hand, dessen Schärfe seine überragende Weisheit andeutet. In der linken Hand hat er oft eine Schriftrolle, auf der das Sutra geschrieben ist. Diese Schriftrolle symbolisiert seine Weisheit selbst. Sein Haar wird in einem oder in ein paar Knoten getragen. Monju Bosatsu befindet sich als Begleiter auf der linken Seite vom Shakyamuni Buddha und hilft ihm bei der Verbreitung seiner Lehre

 

 

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Fugen Bosatsu verwaltet die Barmherzigkeit, den Verstand und besonders die Fähigkeit für vernunftgemäßes Handeln. Er reitet auf einem weißen Elefanten, der sechs Fangzähne hat. Der Elefant hat einen Lotosförmigen Untersatz auf seinem Rücken, auf dem Fugen Bosatsu Platz nimmt. Er sitzt im Schneidersitz und faltet die Hände zum Gebet. Diese Form beruht auf der Lehre der Hokke Schule. In der Hokke Schule predigt Fugen, dass Frauen auch zu einem Buddha werden können. In der herkömmlichen buddhistischen Lehre dachte man, dass die Sünden der Frauen unvergleichbar tiefer als die des Mannes sind. Deswegen hatten Frauen keine Chance, die Erleuchtung zu erreichen. Aus diesem Grund war der Fugen Bosatsu bei Frauen besonders beliebt. Nach der buddhistischen Lehre ist es ideal, wenn man sowohl Weisheit als auch Handlungskraft besitzt. Deswegen wird Fugen sehr oft mit Monju als Begleiter des Shakyamuni Buddha dargestellt..