Symbolik & Ausrüstung......

Die Ausrüstung der Yamabushi in der Kamakura und Muromachi Zeit bestand aus einem sechsfarbigen Schal, einem Stirnkäppchen, einer Gebetskette, einem Schulterkorb zum Transport von Ritualgegenständen und kleinen Statuen, einem Schwert und dem typischen Bambusgrasumhang (Suzukake). Zumindest bis in die Kamakura Zeit hinein war die bevorzugte Farbe der Kleidung weiß, die Farbe der buddhistischen Laienpraktizierenden und die Farbe der Totentrauer. Daneben gehörten die typischen Pluderhosen, Gamaschen und Strohsandalen zur Standartausrüstung, ferner das Muschelhorn ein bereits im alten Indien verwendetes Signalgerät. Weitere Ausrüstungsgegenstände sind ein Gürtel, ein Hirschfell das über dem Gesäß getragen wird, Bein und Handgamaschen, eine Reisekiste und ein Stab mit Metallringen an der Spitze.

 

KIMPUSENJI SHUGENDO TEMPEL IN YOSHINO
KIMPUSENJI SHUGENDO TEMPEL IN YOSHINO

 

Jedem Ausrüstungsgegenstand wird eine symbolische Bedeutung geschenkt. So symbolisiert die Kleidung das Kongokai Mandala, die irdische Welt, Das Tokin, die Stirnkappe symbolisiert den Buddha Mahavairocana, Gebetskette, Muschelhorn, Hirschfell und Stab symbolisieren den Weg des Yamabushi zur Buddhaschaft. Der Korb, das Stirnband und der Gürtel repräsentieren die Wiedergeburt als Buddha. Der gesamte Yamabushi ist damit eine Art wandelndes Doppelmandala identisch mit dem Urbuddha Mahavairocana, ein Ausdruck der Nichtdualität des Heiligen, ein Sinnbild zur Erlangung der Buddhaschaft in diesem Leben.

 

DIE FÜNFSTÖCKIGE PAGODE AM HAGURO SAN
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