Buddhismus, Shinto & Mythologie......

 

Im modernen Alltagsleben der Japaner spielen sowohl Shinto als auch Buddhismus eine gewisse Rolle, wobei die Mehrzahl keinen Widerspruch darin sieht, sich zu beiden Religionen zu bekennen. Allgemein tendiert man dazu, shintōistische Riten für freudige Anlässe (Neujahr, Hochzeit, Gebet um Alltagsdinge), buddhistische dagegen für traurige und ernste Anlässe (Todesfall, Gebet um Wohlergehen im Jenseits) heranzuziehen.

"EMA" GEBETSTÄFELCHEN IM MEIJI SCHREIN
"EMA" GEBETSTÄFELCHEN IM MEIJI SCHREIN

Shinto:

 

Als Kami bezeichnet man in erster Linie die im japanischen Shinto verehrten Gottheiten. Im Japanischen kann der Begriff allerdings auch auf Gottheiten anderer Religionen bezogen werden. Eine Übersetzung des Begriffs ins Deutsche ist deshalb schwierig, weil der Begriff "Kami" auch auf Naturgeister, Gespenster und die Seelen Verstorbener angewandt werden kann, welche man üblicherweise nicht als "Gottheiten" bezeichnen würde. Kami weisen zudem viele typische Eigenschaften heiliger Wesenheiten in anderen religiösen Kontexten nicht oder nicht unbedingt auf (z.B. Unendlichkeit, Allwissenheit, Allmacht). Genau wie das Shinto selbst haben auch die Konzepte von Kami im Laufe der Geschichte mehrere, wesentliche Änderungen erfahren. Der Begriff „Kami“ ist daher nur unter Bezugnahme auf den Kontext seiner geschichtlichen Entwicklung angemessen zu erklären. Grob lassen sich die Kami des Shinto in folgende Kategorien einteilen

Vergöttlichte Naturwesen und Naturphänomene
Ahnengottheiten (mythologische Figuren)
Gottheiten indischen, chinesischen oder koreanischen Ursprungs

Vergöttlichungen von einflussreichen historischen Personen
Sonderfall: Vergöttlichung von rachsüchtigen Totengeistern (Goryo)
Vergöttlichte Gegenstände

 

Die meisten Shintoschreine geschätzt etwa 40.000 landesweit, sind heute der Gottheit Hachiman geweiht. Hachiman war der erste einheimische Gott, der vom Buddhismus gefördert wurde, erhielt aber auch als Ahnengottheit mehrerer Shogun Dynastien einflussreiche Unterstützung durch den Kriegeradel (die Samurai). Auch die Gottheit Inari, eine Reisgottheit, deren Schreine meist von Füchsen (kitsune) bewacht wird, bringt es auf eine ähnliche Anzahl von meist sehr kleinen Schreinen. Die dritthäufigste Kategorie sind Tenjin-Schreine, in denen der Heian-zeitliche Gelehrte Sugawara no Michizane als Gott der Bildung verehrt wird.

Amaterasu die wichtigste Ahnengottheit des Tenno, besitzt außerhalb ihres Hauptheiligtums von Ise nur wenige Zweigschreine, was auch auf die meisten anderen in den alten Mythen erwähnten Gottheiten zutrifft. Zahlreiche Schreine sind ursprünglich buddhistischen Gottheiten geweiht, allen voran die Schreine der Sieben Glücksgötter.

 

 

 

Buddhismus

Nyorai sind die eigentlichen, voll erleuchteten Buddhas. Sie tragen ein einfaches Askesegewand und keinen Schmuck.
Bosatsu stehen eine Stufe darunter, weil sie gelobt haben, erst dann voll erleuchtete Buddhas zu werden, wenn sie alle anderen Menschen errettet haben.
Myoo verkörpern den konkreten Aspekt der wahren Worte eines Nyorai. Sie haben meist ein furchterregendes Aussehen.
Ten sind indische und original japanische Gottheiten, die als Wächter des Buddhismus fungieren. Sie zeigen am meisten Variationen im gestalterischen Ausdruck.

In nachstehenden Kategorien geben wir nur einen minimalen Einblick und die Beschreibungen sind nur oberflächlich gehalten!